24. August 2010

Saison Pause

Liebe Fußball-Freunde, es ist Pause auf unserem rasengrünen Blog. Aber nur bis zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011. Dann sind wir natürlich wieder mit Geschichten rund um Plan und Fußball bereit zum Anpfiff. Solange legen wir Euch die Weltgeschichten ans Herz und üben ein paar Lieder ein – “Schalalalaalalalalalalalalaalalaa” – oder noch besser: ein paar Hackentricks.

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15. Juli 2010

Nachtrag: Ein Gruß von 1Goal

1Goal sagt Danke zum Abschluss der WM. Die Kampagne wurde von Fußballprofi Jérôme Boateng und 14 Millionen Anderen unterstützt. Seid mit dabei!

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12. Juli 2010

Das Spiel ist aus – Deutschland ist Dritter

Angelehnt an den in Deutschland wohl berühmtesten Fußballkommentar möchten auch wir rufen: “Aus – Aus – Aus – Aus! Das Spiel ist aus!” Damals wurde Deutschland Weltmeister, bei der diesjährigen WM in Südafrika wurde es in einem spannenden kleinen Finale gegen Uruguay Platz 3 für unsere Jungs.

In den letzten Wochen haben wir mitgefiebert, Daumen gedrückt und Kraken mit bangen Blicken bei der Futtersuche beäugt. Wir haben erlebt, dass Favoriten gegen vermeintliche Außenseiter verloren. Unsere Partnerländer Brasilien, Ghana und Paraguay sind bis ins Viertelfinale gekommen, was wir lautstark bejubelt haben.

Aber wir haben auch einen Blick über den Spielrand geworfen. Wir konnten sehen, wie Kinder überall auf der Welt aus allen möglichen Materialien Fußbälle für kleine Turniere auf den Straßen, Bolzplätzen und Hinterhöfen herstellen. Wir haben uns gefragt, wie die Lebenssituation in den teilnehmenden Ländern für Kinder und Jugendliche ist und welche Rolle dort der Fußball spielt. So schön die WM war, auch ernste Themen wie Kinderhandel mussten angesprochen werden.

Vielleicht unterstützte jeder ein anderes Land bei dieser WM, aber die Freude am Spiel mit dem Ball haben wir alle gemeinsam! Wir verabschieden uns an dieser Stelle von Euch und hoffen, dass Ihr bei der nächsten WM wieder mit dabei seid.

Eure Fußball-Berichterstatterinnen Katharina, May, Daniela, Samia und Freddy

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9. Juli 2010

Fußballgrüße aus Nepal

Überall auf der Welt begeistern sich Menschen, Erwachsene ebenso wie Kinder, für Fußball. Auch in abgelegenen Regionen werden die großen Turniere gespannt verfolgt. Zum Beispiel in Nepal. Anlässlich der WM 2006 in Deutschland malten nepalesische Kinder Fußballbilder für uns. Die jungen Fußballfans sahen damals Deutschland als eindeutigen Weltmeister. Doch 2006 wurde Deutschland Dritter. Seit diesem Mittwoch steht fest: Deutschland zieht ins kleine Finale gegen Uruguay ein und spielt erneut um Platz drei.

 

 

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5. Juli 2010

Den Gefahren von Kinderhandel bei der WM entgegenwirken

Jeden Monat nehmen Tausende Jugendliche aus Simbabwe die gefährliche Reise auf sich, um die südliche Grenze nach Südafrika zu überqueren. Sie suchen dort sichere Einkommen, da ihre Heimatdörfer ihnen keine Perspektiven bieten können. Stattdessen sind sie dem Missbrauch und der Gewalt ihrer Arbeitgeber, der Polizei und der Kinderhändler ausgesetzt.

Im Vorfeld der WM startete Plan eine dreijährige Kampagne im südlichen Afrika gegen den Kinderhandel. So wie in Simbabwe geht es auch vielen Kindern und Jugendlichen in Malawi, Sambia und Mosambik. Warum vor der WM? Bei Großveranstaltungen erhöht sich in ihrem Umfeld die Gefahr des grenzübergreifenden Kinderhandels merklich. Der Präsident von Malawi, Bingu Wa Mutharika, Schirmherr der Kampagne, sagt: “Wir wollen sicher gehen, dass die Weltmeisterschaft nicht von skrupellosen Menschen dazu genutzt wird, um unschuldige Kinder in jeglicher Weise zu missbrauchen.”

Durch die Aufklärung der Kinder und Jugendlichen, Regierungsvertreter und Partnerorganisationen über die Methoden von Kinderhändlern sowie die personelle Verstärkung von Telefonhotlines und Meldestellen für Mädchen und Jungen, will Plan das Schlimmste verhindern.

Jugendlichen wie Joyce eine Perspektive bieten

Treffen Sie Joyce (19), die von Kinderhändlern gefangengenommen und missbraucht wurde, als sie über die Grenze ging. Jetzt ist sie wieder in Simbabwe und nimmt an einem Kurs für Näherinnen teil. Sie möchte ihr eigenes Geschäft aufbauen. Mit seinen Einkommen schaffenden Maßnahmen und Aufklärungskampagnen bietet Plan Simbabwe den jungen Menschen Alternativen zur Migration und gibt ihnen eine Chance, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.

“Was wäre ich ohne diesen Kurs? Nichts, weil ich die Schule abgebrochen habe”, sagt Joyce. “Mit Hilfe des Kurses kann ich meinen Lebensunterhalt bestreiten, davon bin ich überzeugt.”

May Evers :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
2. Juli 2010

Olé, Olé

Es ist ein Dilemma! Beim letzten Spiel des Viertelfinales am Samstagabend treffen Plan-Land Paraguay und Iker Casillas, Torwart der Spanischen Nationalmannschaft und Plan-Pate, aufeinander. Für wen soll ich jubeln?

Die paraguayische Nationalmannschaft hat mich vom ersten Gruppenspiel an überzeugt – ein 1:1 gegen den amtierenden Weltmeister Italien! Danach brachten ein Sieg gegen die Slowakei und ein torloses Unentschieden gegen Neuseeland die Lateinamerikaner ins Achtelfinale, wo sie nach Verlängerung und Elfmeterschießen die Japaner 5:3 bezwangen.

Dagegen war Spaniens Leistung bei der WM bisher eher bescheiden. Überzeugendster Mann auf dem Platz – Iker Casillas. Spanische Medien nennen ihn „San Iker“, weil er scheinbar alle Bälle halten kann. Der Kapitän der spanischen Nationalmannschaft spielt noch immer bei seinem Kindheitsverein – immerhin Real Madrid – und die International Federation of Football History & Statistics wählte ihn zweimal zum Nationaltorwart des Jahres.

Iker Casillas Einsatz für Plan

Iker Casillas begeistert durch Persönlichkeit und Engagement, nicht nur auf dem Platz. Seit mehreren Jahren engagiert sich der Fußballprofi für Plan Spanien. 2009 verschaffte er sich einen Überblick über die Erfolge verschiedener Projekte und die Learn without Fear Kampagne in Mali und besuchte sein Patenkind, den dreijährigen Bourama.

Bereits 2008, nur wenige Tage nach dem Sieg bei der Europameisterschaft, reiste er zusammen mit Emilio Butragueño, ehemaliger Fußballspieler und Vorstandsmitglied von Plan Spanien, nach Peru, um sich vor Ort von Plans Arbeit zu überzeugen. Zur Begrüßung überraschten ihn zwei Kinder-Fußballteams. Eine Mannschaft übernahm ihn als Kapitän, die andere wurde von Emilio Butragueño angeführt. Über dieses Spiel sagte Iker Casillas später:

“Das ist das Paradoxe am Leben – vor einer Woche habe ich das vielleicht wichtigste Spiel meines Lebens gespielt, eine Woche später spiele ich schon wieder ein sehr wichtiges Match mit diesen Kindern.”

Wen werde ich am Samstagabend also lautstark unterstützen? Iker Casillas und damit zugleich Europameister Spanien oder die Außenseiter Paraguay? Ganz klare Sache, ich habe schließlich zwei Daumen zum Drücken: Ich jubele für beide Mannschaften!

Freddy Hansmann :: abgelegt unter Allgemein :: 4 Kommentare
28. Juni 2010

Fußball hat mein Leben verändert!

“Fußball hat mein Leben verändert!“ Karleane, 17 Jahre alt aus Brasilien

Brasilien gegen Chile. Ein ungleiches Duell, glaubt man der Statistik: Die letzten sieben Spiele gewann Brasilien in einem Torverhältnis von 26:3. In den insgesamt 65 Spielen, die zwischen Brasilien und Chile stattfanden, haben die Chilenen nur sieben Spiele für sich gewinnen können.

Einziger Hoffnungsschimmer für die Chilenen: In Brasilien ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Brasilien ist weit entfernt von der Leichtigkeit, mit der sie all die Jahre über den Fußballplatz schwebten. Carlos Dunga setzt jetzt auf eine stabile Viererkette, auf die Kontrolle: “Alle Teams, die auf Brasilien treffen, verlassen sich auf Konter, weil sie wissen, dass es der brasilianischen Fußball-Kultur entspricht, die Initiative zu ergreifen.” Genau diesen Konter will er Chile nicht gönnen.

Doch Dunga braucht sich vielleicht gar keine Gedanken zu machen. Chile muss auf drei Spieler in verteidigenden Positionen verzichten und ist damit klar im Nachteil gegenüber den brasilianischen Torjägern Elano, und Fabiano. Kaká und Robinho nicht zu unterschätzen. Anders betrachtet: Chile hat nichts mehr zu verlieren. Über den Einzug ins Achtelfinale hat man sich sehr gefreut, alles Weitere liege in der Hand Gottes.

Wie immer das Spiel enden mag, in Brasilien regiert der Fußball. Ein Projekt von Plan hat sich dies zu Nutzen gemacht. Ziel ist es, dass 600 Mädchen in Brasilien, Ghana und Togo mit Hilfe des populären Mannschaftssportes an Selbstbewusstsein gewinnen, um sich für ihren Platz in der Gesellschaft stark zu machen. Schirmherrin des Projekts ist die Fußball-Weltmeisterin Sonja Fuss: “Nächstenliebe, Fairness, Aufrichtigkeit und Verantwortung geben nicht nur den betroffenen Mädchen Stärke für ihre eigene Zukunft, sondern vielleicht einer ganzen Familie, einem ganzen Dorf oder auch einem Land.“

Bis Ende November 2012 läuft das Fußballprojekt in Codó im Nordosten Brasiliens. Neben den Trainingseinheiten profitieren die Mädchen von den Workshops, die Themen wie HIV/Aids oder frühe Schwangerschaften und die Bedeutung von Bildung in den Vordergrund rücken. “Meine Mutter stand dem Projekt am Anfang sehr ablehnend gegenüber. Aber jetzt akzeptiert sie mein Hobby und unser Verhältnis hat sich sehr gebessert. Auch meine Freunde behandeln mich mit mehr Respekt“, beschreibt Karleane, was ihr das Projekt bedeutet.

Katharina Stoekl :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
25. Juni 2010

Aus 32 mach 16 – die Vorrunde ist vorbei

Die Vorrunde der WM in Südafrika ist fast vorbei. Die Karten werden neu gemischt. Von den 32 angetretenen Mannschaften haben sich 16 für die nächste Runde qualifiziert. Mal durch wirklich guten Fußball, mal mit Glück. Vize-Weltmeister Frankreich schied bereits in der Vorrunde aus, andere – vermeintliche – Favoriten folgten. Auch Südafrika ist nicht mehr dabei. Es ist das erste Mal in der WM-Geschichte, dass der Gastgeber die Vorrunde nicht übersteht.

Wie aber haben sich unsere Plan-Länder bei der Weltmeisterschaft bisher geschlagen? Brasilien hat sich nach zwei Spielen als erstes Land vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Werden wir von der Seleção noch mehr Fußballzauber und begeisternde Hackentricks sehen, oder katapultiert es die Mannschaft bereits im Achtelfinale aus dem Turnier?

So sehr wir uns für unser Partnerland Brasilien freuen, umso mehr bedauern wir das frühe Ausscheiden Kameruns. Die unzähmbaren Löwen sind enttäuscht, ihre Gruppengegner Japan und Dänemark wären durchaus bezwingbar gewesen. Im dritten Vorrundenspiel gegen die Niederlande würde selbst ein Sieg nicht für ein Weiterkommen reichen.

Die Ehre der afrikanischen Mannschaften hängt daher nun allein vom Abschneiden Ghanas ab, die sich in ihren drei Vorrundenspielen als starke Mannschaft präsentiert haben. Ob ihr Können für einen Sieg gegen die USA im Achtelfinale reicht, wird sich am Sonntag zeigen.

In Gruppe F war es besonders spannend. Wer hätte vor der WM gedacht, dass sich Paraguay gegen den amtierenden Weltmeister Italien behaupten und mit einem Sieg gegen die Slowakei Hoffnung auf das Achtelfinale erwecken kann? Nach dem letzten Match der Vorrunde steht fest: Paraguay ist Gruppensieger und hat damit den Großen gezeigt, dass auch ein kleines Land, mit dem zuvor niemand gerechnet hätte, guten Fußball spielen kann und somit verdient in die nächste Runde einzieht.

Es wäre eine große Überraschung, wenn die Nationalmannschaft von Honduras jetzt noch ins Achtelfinale einzieht. Nach zwei Niederlagen sieht es für die “H“ aus Lateinamerika nicht gut aus. Sie müssen ihr voraussichtlich letztes Spiel der WM gegen die Schweizer bestreiten, die sogar Europameister Spanien zum Stolpern brachten. Sollte Honduras tatsächlich ausscheiden, können sie trotzdem stolz sein auf ihre großartige Qualifikationsrunde, die sie zur zweiten Teilnahme an einer Fußballweltmeisterschaft führte. Getreu dem Motto “Dabei sein ist alles“.

Katharina Stoekl :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
25. Juni 2010

Freundschaftsspiel Ruanda – Deutschland

Daniela Hensel von Plan Deutschland ist in Südafrika und betreut den Kick-Off eines Fußball- und Bildungsprojekts von Plan und NIVEA im Nordwesten Ruandas. Sie ist mit den Schülerinnen und Schülern aus Ruhuha, Ruanda und den Mädchen und Jungen der Deutschen Schule Pretoria in Südafrika unterwegs und beschreibt ihre Eindrücke von der Begegnung der Jugendlichen im Blog Weltgeschichten.

May Evers :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
24. Juni 2010

Fußball ist für Joy mehr als nur ein Spiel

Daniela Hensel von Plan Deutschland betreut den Kick-Off des Sport- und Bildungsprojekts in Ruanda und ist mit den Schülerinnen und Schülern aus Ruhuha und den Mädchen und Jungen der Deutschen Schule Pretoria in Südafrika unterwegs. Mit Joy, der Mannschaftskapitänin der Mädchenfußballmannschaft aus Ruhuha, hat sie über Fußball und ihre Träume gesprochen.


Bisher hat Joy Fußball immer nur in dem alten Transistorradio ihrer Eltern verfolgt. Wie ein Stadion aussieht, wie die Profis über den Platz rennen: So etwas hat sie noch nie gesehen. Denn die 15-Jährige lebt in einem kleinen Dorf in Ruanda. Ohne Strom, ohne fließendes Wasser, eine Straße gibt es auch nicht. Fußball ist für das Mädchen aus Ruanda mehr als nur ein Spiel. Es ist ihre Zukunft, eine Möglichkeit, den Alltag zu vergessen. Schon als kleines Mädchen kickte sie mit den Jungs aus ihrem Dorf, vor drei Jahren schließlich kam sie in das Mädchenfußballteam ihrer Schule. Heute ist sie Kapitänin und reist regelmäßig mit ihrem Team in die umliegenden Dörfer, um gegen andere Mädchen zu spielen. Fußball ist ihr Leben, sagt sie. Nicht nur, weil der Sport fit hält und starke Knochen macht, Joy lacht, sondern auch, weil es eine Möglichkeit ist, aus ihrem Dorf herauszukommen. “Ich habe so viele neue Freundinnen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte”, sagt sie.

Joy spielt in jeder freien Minute, denn sie möchte einmal Profifußballerin werden. Wenn das nicht klappt vielleicht auch Ärztin, aber um den Fußball, darum dreht sich alles, sagt sie.
Besonders aufregend – neben dem Fußballspiel in Soccer City – der Aufenthalt bei der Gastfamilie von der deutschen Schule in Pretoria. Zum ersten Mal im Leben hat Joy auf einer Matratze geschlafen, sich unter eine Dusche gestellt. Bei der Gastfamilie fühlt sie sich wohl – auch wenn sie nicht alles versteht. Das Brot sei anders als das, was sie von zuhause kennt.

Joy liebt es, wenn die Zuschauer sie anfeuern, die Spielernamen rufen und jubeln, wenn Tore fallen. Das halbe Dorf komme zu ihren Spielen, erzählt die 15-Jährige. Für die Mädchen ist es einer der wenigen Momente, in denen sie Aufmerksamkeit erhalten. Ihre Lieblingsfächer sind Mathe und Naturwissenschaften, wenn es mit der Profikarriere nicht klappt, kann sie sich auch vorstellen, Ärztin zu werden.

Daniela Hensel :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
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