15. Juli 2010

Nachtrag: Ein Gruß von 1Goal

1Goal sagt Danke zum Abschluss der WM. Die Kampagne wurde von Fußballprofi Jérôme Boateng und 14 Millionen Anderen unterstützt. Seid mit dabei!

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12. Juli 2010

Das Spiel ist aus – Deutschland ist Dritter

Angelehnt an den in Deutschland wohl berühmtesten Fußballkommentar möchten auch wir rufen: “Aus – Aus – Aus – Aus! Das Spiel ist aus!” Damals wurde Deutschland Weltmeister, bei der diesjährigen WM in Südafrika wurde es in einem spannenden kleinen Finale gegen Uruguay Platz 3 für unsere Jungs.

In den letzten Wochen haben wir mitgefiebert, Daumen gedrückt und Kraken mit bangen Blicken bei der Futtersuche beäugt. Wir haben erlebt, dass Favoriten gegen vermeintliche Außenseiter verloren. Unsere Partnerländer Brasilien, Ghana und Paraguay sind bis ins Viertelfinale gekommen, was wir lautstark bejubelt haben.

Aber wir haben auch einen Blick über den Spielrand geworfen. Wir konnten sehen, wie Kinder überall auf der Welt aus allen möglichen Materialien Fußbälle für kleine Turniere auf den Straßen, Bolzplätzen und Hinterhöfen herstellen. Wir haben uns gefragt, wie die Lebenssituation in den teilnehmenden Ländern für Kinder und Jugendliche ist und welche Rolle dort der Fußball spielt. So schön die WM war, auch ernste Themen wie Kinderhandel mussten angesprochen werden.

Vielleicht unterstützte jeder ein anderes Land bei dieser WM, aber die Freude am Spiel mit dem Ball haben wir alle gemeinsam! Wir verabschieden uns an dieser Stelle von Euch und hoffen, dass Ihr bei der nächsten WM wieder mit dabei seid.

Eure Fußball-Berichterstatterinnen Katharina, May, Daniela, Samia und Freddy

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9. Juli 2010

Fußballgrüße aus Nepal

Überall auf der Welt begeistern sich Menschen, Erwachsene ebenso wie Kinder, für Fußball. Auch in abgelegenen Regionen werden die großen Turniere gespannt verfolgt. Zum Beispiel in Nepal. Anlässlich der WM 2006 in Deutschland malten nepalesische Kinder Fußballbilder für uns. Die jungen Fußballfans sahen damals Deutschland als eindeutigen Weltmeister. Doch 2006 wurde Deutschland Dritter. Seit diesem Mittwoch steht fest: Deutschland zieht ins kleine Finale gegen Uruguay ein und spielt erneut um Platz drei.

 

 

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5. Juli 2010

Den Gefahren von Kinderhandel bei der WM entgegenwirken

Jeden Monat nehmen Tausende Jugendliche aus Simbabwe die gefährliche Reise auf sich, um die südliche Grenze nach Südafrika zu überqueren. Sie suchen dort sichere Einkommen, da ihre Heimatdörfer ihnen keine Perspektiven bieten können. Stattdessen sind sie dem Missbrauch und der Gewalt ihrer Arbeitgeber, der Polizei und der Kinderhändler ausgesetzt.

Im Vorfeld der WM startete Plan eine dreijährige Kampagne im südlichen Afrika gegen den Kinderhandel. So wie in Simbabwe geht es auch vielen Kindern und Jugendlichen in Malawi, Sambia und Mosambik. Warum vor der WM? Bei Großveranstaltungen erhöht sich in ihrem Umfeld die Gefahr des grenzübergreifenden Kinderhandels merklich. Der Präsident von Malawi, Bingu Wa Mutharika, Schirmherr der Kampagne, sagt: “Wir wollen sicher gehen, dass die Weltmeisterschaft nicht von skrupellosen Menschen dazu genutzt wird, um unschuldige Kinder in jeglicher Weise zu missbrauchen.”

Durch die Aufklärung der Kinder und Jugendlichen, Regierungsvertreter und Partnerorganisationen über die Methoden von Kinderhändlern sowie die personelle Verstärkung von Telefonhotlines und Meldestellen für Mädchen und Jungen, will Plan das Schlimmste verhindern.

Jugendlichen wie Joyce eine Perspektive bieten

Treffen Sie Joyce (19), die von Kinderhändlern gefangengenommen und missbraucht wurde, als sie über die Grenze ging. Jetzt ist sie wieder in Simbabwe und nimmt an einem Kurs für Näherinnen teil. Sie möchte ihr eigenes Geschäft aufbauen. Mit seinen Einkommen schaffenden Maßnahmen und Aufklärungskampagnen bietet Plan Simbabwe den jungen Menschen Alternativen zur Migration und gibt ihnen eine Chance, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.

“Was wäre ich ohne diesen Kurs? Nichts, weil ich die Schule abgebrochen habe”, sagt Joyce. “Mit Hilfe des Kurses kann ich meinen Lebensunterhalt bestreiten, davon bin ich überzeugt.”

May Evers :: abgelegt unter Allgemein :: kommentieren
2. Juli 2010

Olé, Olé

Es ist ein Dilemma! Beim letzten Spiel des Viertelfinales am Samstagabend treffen Plan-Land Paraguay und Iker Casillas, Torwart der Spanischen Nationalmannschaft und Plan-Pate, aufeinander. Für wen soll ich jubeln?

Die paraguayische Nationalmannschaft hat mich vom ersten Gruppenspiel an überzeugt – ein 1:1 gegen den amtierenden Weltmeister Italien! Danach brachten ein Sieg gegen die Slowakei und ein torloses Unentschieden gegen Neuseeland die Lateinamerikaner ins Achtelfinale, wo sie nach Verlängerung und Elfmeterschießen die Japaner 5:3 bezwangen.

Dagegen war Spaniens Leistung bei der WM bisher eher bescheiden. Überzeugendster Mann auf dem Platz – Iker Casillas. Spanische Medien nennen ihn „San Iker“, weil er scheinbar alle Bälle halten kann. Der Kapitän der spanischen Nationalmannschaft spielt noch immer bei seinem Kindheitsverein – immerhin Real Madrid – und die International Federation of Football History & Statistics wählte ihn zweimal zum Nationaltorwart des Jahres.

Iker Casillas Einsatz für Plan

Iker Casillas begeistert durch Persönlichkeit und Engagement, nicht nur auf dem Platz. Seit mehreren Jahren engagiert sich der Fußballprofi für Plan Spanien. 2009 verschaffte er sich einen Überblick über die Erfolge verschiedener Projekte und die Learn without Fear Kampagne in Mali und besuchte sein Patenkind, den dreijährigen Bourama.

Bereits 2008, nur wenige Tage nach dem Sieg bei der Europameisterschaft, reiste er zusammen mit Emilio Butragueño, ehemaliger Fußballspieler und Vorstandsmitglied von Plan Spanien, nach Peru, um sich vor Ort von Plans Arbeit zu überzeugen. Zur Begrüßung überraschten ihn zwei Kinder-Fußballteams. Eine Mannschaft übernahm ihn als Kapitän, die andere wurde von Emilio Butragueño angeführt. Über dieses Spiel sagte Iker Casillas später:

“Das ist das Paradoxe am Leben – vor einer Woche habe ich das vielleicht wichtigste Spiel meines Lebens gespielt, eine Woche später spiele ich schon wieder ein sehr wichtiges Match mit diesen Kindern.”

Wen werde ich am Samstagabend also lautstark unterstützen? Iker Casillas und damit zugleich Europameister Spanien oder die Außenseiter Paraguay? Ganz klare Sache, ich habe schließlich zwei Daumen zum Drücken: Ich jubele für beide Mannschaften!

Freddy Hansmann :: abgelegt unter Allgemein :: 4 Kommentare